Statischer Funke verursacht Brand, der Lösungsmittel-Vertriebsdepot zerstört
Untersuchungen des U.S. Chemical Safety Board (CSB) ergaben als Ursache eines verheerenden Brandes, bei dem ein Vertriebsdepot für die Lagerung und Verpackung von Chemikalien in Des Moines (Iowa) völlig zerstört wurde, eine unkontrollierte Funkenentladung. Aufgrund des Feuers mussten Nachbarfirmen evakuiert werden, und das betroffene Unternehmen erlitt erhebliche Geschäftseinbußen.
Das Feuer, das im Verpackungsbereich ausbrach, wurde durch die unkontrollierte Freisetzung elektrostatischer Ladung verursacht, als ein IBC (Intermediate Bulk Container) mit einem Fassungsvermögen von 1.100 Litern mit Ethylacetat gefüllt wurde.
Die Untersuchung des CSB ergab, dass ein zündfähiger elektrostatischer Funke die vom IBC ausströmenden Dämpfe entzündet hatte.
Laut Untersuchungsbericht waren der IBC, die Pumpe und die Waage, auf der der IBC stand, geerdet, doch der Befüllstutzen für die Befüllung des IBCs enthielt elektrisch getrennte, leitende Teile.
An der elektrisch getrennten Komponente bildete sich elektrostatische Ladung. Als die Potentialdifferenz zwischen dem Befüllstutzen und dem IBC groß genug war,entlud sich die elektrostatische Ladung auf den geerdeten IBC, wodurch die brennbare Ethylether-Atmosphäre entzündet wurde.
Aufgrund dieser Entzündung löste sich der Befüllstutzen vom IBC und pumpte weiter Ethylether in das Feuer, das sich im gesamten Lagerbereich ausbreitete, in dem sich weitere entzündliche und brennbare Substanzen befanden.
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Schutz vor den Gefahren elektrostatischer Ladung:
Um die unkontrollierte Freisetzung elektrostatischer Ladung zu verhindern, müssen alle leitfähigen Teile des Systems, einschließlich des zu befüllenden Behälters, sowie sämtliche Leitungen, Punpen und Befüllstutzen, nach internationalen Richtlinien (NFPA 77 und CENELEC CLC/TR:50404) ordnungsgemäß geerdet sein.
Nach Möglichkeit sollten in potentiell entzündlichen oder explosionsfähigen Atmosphären stets leitfähige bzw. elektrostatisch ableitende Materialien verwendet werden.
Die Durchflusswerte beim Befüllen sind zu überwachen, und Spritzfüllen sollte vermieden werden (siehe die von der Solvent Industry Association veröffentlichte Richtlinien, Hinweis 51a).
Es dürfen nur Anlagen und Geräte verwendet werden, die für den Einsatz in entzündlichen/explosionsfähigen Atmosphären zertifiziert sind (zum Beispiel nach ATEX/FM/CSA).
Die kostenlose Broschüre „Grounding & Bonding Applications“ (Erdungs- und Potentialausgleichsanwendungen) von Newson Gale enthält zahlreiche Beispiele für Best Practice Lösungen für die verschiedenartigsten Gefahrensituationen, die durch elektrostatische Aufladung entstehen.
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