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Die Prüfungen ergaben einige überraschende Ergebnisse: Auffällig war vor allem, dass in den Beschichtungstests selbst die dünnsten Schichten (400 μm) je nach Klammerdesign grundverschiedene Klammer-Widerstandswerte ergaben. Der Test zeigte auf, dass die höchsten Klammerwiderstandswerte (über 1x108 Ohm) an Klammern mit unterschiedlich hohem Oberflächenkontakt und schwachem bis gutem Federdruck auftraten. Die Klammern, die beständig positive Werte (weniger als 1 Ohm) erzielten, verbanden einen niedrigen Oberflächenkontakt mit gutem Federdruck. Ein niedriger Oberflächenkontakt, der durch geschärfte Klammerspitzen (i.d.R. aus Hartmetall oder Edelstahl) erreicht wird, in Verbindung mit einem guten Federdruck, ermöglichte die Durchdringung aller im Test verwendeten Beschichtungen.
Der Klebstofftest erwies sich als der anspruchsvollste Test für alle geprüften Klammern. Für diesen Test wurde auf leitfähige Metallstreifen eine 1 mm dicke Schicht Klebemittel aufgetragen. Keine der geprüften Klammern bestand den Test beim ersten Anklammern. Im zweiten Versuch, nachdem die Klammern ein wenig mit der Hand hin- und herbewegt wurden, um das Klebemittel zu lösen, bestanden die Klammern, die zuvor bereits den Beschichtungstest bestanden hatten, auch den Klebstofftest. Außerdem wurden korrodierte Klammern auf ihre Widerstandswerte geprüft. Diese Testergebnisse waren alarmierend hoch, selbst bei den Prüfungen auf sauberen Flächen.
Die Prüftests belegen eindeutig, dass Produktablagerungen anerkannte Erdungsmethoden stark beeinträchtigen können. Insbesondere die ermittelten elektrischen Widerstandswerte von Schweiß-Gripzangen, Krokodilklemmen und um Anlagenteile gewundenen Kupferkabeln überschritten allgemein anerkannte, sichere Prüfstufen für statische Elektrizität.
Erdungs und Potentialausgleichskabel
Effiziente Klammern brauchen Kabel und Verbindungen, die den hohen Beanspruchungen im industriellen Einsatz widerstehen können. Aufgrund ihrer mechanischen Festigkeit bieten Stahllitzeleiter eine wesentlich längere Lebensdauer als Kupfergeflecht oder Kabel, die sich bei konstanter Bewegung einfach verhärten. Für Produktionsbereiche, in denen Korrosion ein Problem darstellt, sind Litzekabel aus Edelstahl erhältlich.
Lose, hängende oder zu straffe Massekabel und Erdungsseile können eine bedeutende Stolpergefahr am Arbeitsplatz darstellen. Die Verwendung von hellfarbigem, hoch sichtbarem, armiertem Kabel (nach IEC 60446) weist eindeutig darauf hin, dass das Kabel für die statische Erdung vorgesehen und kein elektrisches Massekabel ist. Hytrel-beschichtete Kabel mit bewährten Widerstandseigenschaften gegenüber Abrieb, mechanischem Verschleiß und den meisten Arten chemischer Korrosion machen die Handhabung des Erdungskabels einfach, wenn sie in Form eines einziehbaren Spiralkabels benutzt werden. Auf Wunsch sind die Kabel auch in verschiedenen Ausführungen mit einer speziellen antistatischen Behandlung erhältlich, um sogar die Akkumulation einer Oberflächenladung am Kabelmantel zu verhindern.
Instandhaltung
Die Funktionstüchtigkeit und Unversehrtheit der Verbindungen zu den vorgesehenen Erdungspunkten sind regelmäßig zu prüfen und aufzuzeichnen. In Gefahrenbereichen können die Verbindungen mit eigensicheren Handmessgeräten geprüft werden, die eindeutige Messwerte liefern, anhand derer man sich davon überzeugen kann, dass die Klammer einen festen Kontakt mit den Anlagenteilen herstellt und das Potentialausgleichskabel ordnungsgemäß am lokalen Erdungspunkt angeschlossen ist.
Fazit
Kabelfarben
Man kann sich schnell zu der Annahme verleiten lassen, dass der Gebrauch einfacher Klammern die durch statische Elektrizität erzeugten Gefahren automatisch eliminiert. Jedoch setzt die Komplexität der Ableitung statischer Elektrizität eine sorgfältige Planung und einen fehlerfreien Ansatz an das Risikomanagement voraus.
Die Regulierungs- und Zulassungsbehörden in Europa und Nordamerika verweisen auf die hohe Bedeutung, speziell ausgelegte Erdungsklammern zu verwenden, die sowohl für die sichere Ableitung statischer Elektrizität als auch für die Verwendung unter industriellen Bedingungen geeignet sind. Für besonders kritische Anwendungen in hoch entzündlichen / explosionsfähigen Atmosphären, wo eine niederohmige Verbindung mit Erde von entscheidender Bedeutung ist, werden selbst überwachende Klammern und Anzeige-/Verriegelungssysteme empfohlen. Nur wer nach diesen Standards und Richtlinien arbeitet und handelt, gewährleistet den Schutz von Anlagen und Personal vor den allgegenwärtigen und versteckten Gefahren statischer Elektrizität.
Kabelfarben
Für armierte Statikerdungskabel sind keine Standardfarben vorgeschrieben, man sollte aber IEC60446 berücksichtigen. Außerdem gilt es in Betracht zu ziehen, dass die ausgewählten Farben nicht mit denen elektrischer Fehlerstrom- oder Stromkreis-Schutzleiter verwechselt werden dürfen. In Europa ist das einadrige Newson Gale Cen-Stat Kabel GRÜN, um es von den grün/gelben für die elektrische Erdung verwendeten Kabeln zu unterscheiden. In Nordamerika werden ORANGEFARBENE Cen-Stat Kabel verwendet, die einadrige Statikerdungskabel bezeichnen.
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