Erdungsüberwachungssystem zur Montage am Fahrzeug

Earth-Rite MGV - Erdungslösungen

Tanklastzüge werden normalerweise in einem Betrieb immer an derselben Stelle be- oder entladen. Saugwagen können hingegen an beliebigen Stellen eingesetzt werden, z. B. auf Straßen oder auch in Raffinerien oder chemischen Anlagen. Sie benötigen daher eine andere Erdungslösung.

Besonders wichtig ist dabei der elektrische Durchgang aller Metallteile des Saugwagens. Jedes einzelne Metallteil muss über eine Potentialausgleichsverbindung mit dem Fahrwerk und mit dem Tank verbunden sein. Dabei muss besonders auf Farbanstriche, Beschichtungen und Schlauchablagen geachtet werden.

Der wichtigste Sicherheitsaspekt im Zusammenhang mit Saugwagen ist die Unterweisung des Fahrers oder Anwenders dahingehend, dass zuallererst die Erdungsklammer angebracht werden muss und das Blinken der grünen LED abzuwarten ist, die anzeigt, dass das Fahrzeug ordnungsgemäß geerdet ist. Erst danach dürfen andere Tätigkeiten, wie z. B. der Anschluss der Schlauchleitung, vorgenommen werden.

Der zweite wichtige Punkt ist, dass die Klammer erst nach Beendigung sämtlicher Tätigkeiten und dem Verstauen der Hilfsmittel wieder abgenommen werden darf. Es gilt: Erster Schritt = Anbringen der Klammer, letzter Schritt = Abnehmen der Klammer.

Viele Anwender verwenden für den Schutz von Saugwagen oder Tanklastzügen eine einfache Kabeltrommel zur manuellen Auf- und Abwicklung oder mit Einziehmechanismus sowie eine Klammer. Der Vorteil eines überwachten Erdungssystems besteht jedoch in der Warnung der Anwender im Gefahrenfall:

  • Das Erdungssystem zeigt optisch an, ob eine ordnungsgemäße Erdungsverbindung vorliegt oder nicht.
  • Das Erdungssystem führt eine Erdungsüberprüfung durch, um zu bestimmen, ob die Erdungsverbindung für die Ableitung elektrostatischer Ladungen geeignet ist.
  • Das Erdungssystem stellt einen Überwachungskreis bereit, über den bei Verlust der Erdungsverbindung der Produkttransfer automatisch gestoppt wird. Allerdings muss auch die Produktbewegung gestoppt werden, um eine weitere Ladungserzeugung zu verhindern.

Das Erdungssystem entspricht den internationalen Normen. So beträgt beispielsweise der Widerstand der Metallschleife zwischen den Kontaktspitzen der Klammer und dem Fahrwerk/Tank des Saugwagens weniger als 10 Ohm.

Je nach Konstruktion können Erdungsklammern, die über einen eigensicheren (ia) Signalausgang versorgt werden, in einem Ex-Bereich der Einstufung nach Zone 0 / Class I,
Div. 1 an beliebiger Stelle verwendet werden.

Je nach Konstruktion können Erdungsklammern, die über einen eigensicheren (ib) Signalausgang versorgt werden, nur in einem Ex-Bereich der Einstufung Zone 1, 2 / Class I, Div. 2 verwendet werden.

Oben am Fahrzeug kann eine gut sichtbare, farbige Anzeigeleuchte angebracht und mit dem Erdungssystem gekoppelt werden. Sie ergänzt das Erdungssystem und dient dazu, dem Fahrer und anderen Personen den Zustand des Erdungssystems eindeutig anzuzeigen, damit diese entsprechend reagieren können.

Wenn der Saugwagen häufig an einem abgelegenen Ort eingesetzt wird, empfiehlt es sich, einen verifizierten Erdungspunkt zu installieren und diesen in regelmäßigen Abständen durch einen fachlich qualifizierten Mitarbeiter überprüfen zu lassen. Erdungsstäbe, die in den Boden getrieben werden, eignen sich normalerweise gut als ausgewiesene Erdungspunkte.

Wenn ein Saugwagen nur selten diesen abgelegenen Ort anfährt, wird ein voll ausgestattetes, fahrzeugmontiertes Erdungssystem benötigt, mit dem der Fahrer Metallobjekte, die in der Nähe der Transferstelle im Erdreich verbaut sind, auf ihre Eignung als Erdungspunkte hin überprüfen und so Sicherheit für den Produkttransfer, die Anlage und die Mitarbeiter gewährleisten kann.

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